Die Geschichte englischer Gärten

Alles begann, als die europäische Gartenkunst rüber nach Großbritannien schwappte. Mit Versailles als Vorbild hatte König Charles II. die Version ein solch riesiges Projekt anzustimmen. Doch leider fehlten ihm dazu die finanziellen Mittel. Vorerst begnügte er sich damit Hampton Court, eine bevorzugte Residenz der englischen und britischen Könige, zu verschönern. Dazu verwendete er natürlich, der Zeit entsprechend, barocke Elemente. Danach folgte, 1677, der Machtwechsel zu Wilhelm III. von Oranien. Dieser brachte den niederländischen Barockstil mit. Er setzte eher auf dezentere Ausmaße, anders als die Franzosen. Meist wurde mit Blumenzwiebeln und exotischen Gewächsen gearbeitet. Dazu war diese mitgebrachte Stilrichtung auch noch deutlich preiswerter und passte auch besser zum einheimischen Klima.

Die Gestaltung der Gärten wurde von der Bevölkerung bewundert und nachgeahmt. Zu den berühmten Landschaftsgärten kam es dann im frühen 18. Jahrhundert. Diese Landschaftsgärten, oder auch englische Gärten genannt, waren Ausdruck der Kritik am Absolutismus. Naturphilosophen halfen dabei, eine neue Naturwahrnehmung zu verbreiten. Der neue Stil war zwar nicht sonderlich gegenteilig zu den barocken Gärten, aber die neuen Ansichten deuteten schon in die Richtung des neuen liberalen Absolutismus.

Wo man die Gärten der Geschichte heute noch bewundern kann

  • Lost Gardens of Heligan
    1990 begann ein Nachfahre der Familie Tremayne diesen englischen Garten wieder aufzubauen, genau wie er 1780 erschaffen wurde.
    Eintritt: ca. 13,50 Pfund
  • Belsay Hall, Castle and Gardens, Northumberland
    Ein romantischer Garten Middleton-Familie. Der Garten ist seit dem 13. Jahrhundert in Familienbesitz und wurde mit viel Liebe zum Detail restauriert.
    Eintritt: ca. 9.30 Pfund
  • Sissinghurst Castle
    Angelegt wurde der Garten 1930 von Vita Sackville-West und ihrem Mann Harold Nicolson. Die beiden haben sich sehr am Urbild des englischen Garten orientiert.
    Eintritt: ca. 12,05 Pfund
  • Alnwick Castle
    Interessant ist dieser Garten vor allem, weil man hier sehr spannende Führungen genießen kann und auch schon Teile einiger Filme dort gedreht wurden, beispielsweise aus der Harry Potter Reihe.
    Eintritt: ca. 3,81 Pfund

(Flüge nach England gibt’s von Ryanair übrigens schon ab 9,99€)

Ein bisschen Geschichte in den eigenen Garten bringen

Wie oben beschrieben wurden in den barocken Gärten nach Wilhelm III. gerne Blumenzwiebeln und exotische Gewächse verwendet. Naja, exotische Gewächse lassen sich in Deutschland nicht oft verwenden aber mithilfe von Blumenzwiebeln kann man seinen eigenen Garten dann doch etwas an die faszinierenden englischen Gärten angleichen. Wenn ihr also nach eurer Reise zu einem der englischen Gärten inspiriert seid euer Zuhause ein bisschen exotischer zu gestalten, mildert das vielleicht sogar das Fernweh ein kleines bisschen. Blumenzwiebeln und Gartenwerkzeug kann man übrigens auch superbequem online bestellen. Hortulus Uphoff hat zum Beispiel noch bis zum 9. Dzember Blumenzwiebel-Ausverkauf. Außerdem könnt ihr dort, in den Geschichten von Antje Peters-Reimann, auch noch etwas mehr über die verlorene barocke Seite Großbritanniens lesen.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Reisen oder selber Pflanzen!

Bildquelle: Pixabay-user Designerpoint
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