Reisen mit der AIDA

Bei dem Vorschlag eine Reise mit einem Schiff zu machen war ich sofort begeistert. Schnell wurde aus dem ersten Vorschlag ein richtiger Plan und es stellte sich die Frage, auf welchem Schiff wir eine Woche verbringen möchten. In die engere Auswahl kam „Mein Schiff“ und „AIDA Cruises“. Letztendlich haben wir uns für eine Reise mit AIDA entschieden und ich kann es nur weiterempfehlen. In diesem Beitrag möchte ich euch von der Reise und den Erfahrungen berichten.

Unsere Route

Unsere Route begann in Italien in der Stadt Venedig. Anschließend steuerte das Schiff die Orte Korfu in Griechenland, Bari in Italien, Dubrovnik und Zadar in Kroatien und am Ende wieder Venedig an. Insgesamt waren wir sieben Tage unterwegs.

Die Anreise

Wir haben uns dazu entschieden nach Venedig mit dem Auto anzureisen, da Venedig von unserem damaligen Wohnort „nur“ sieben Stunden entfernt war. Als wir dort ankamen standen genug Parkplätze zur Verfügung und die Parkplatzsuche wurde Dank den Mitarbeitern vereinfacht. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, konnte ich es kaum abwarten endlich das Schiff „AIDA bella“ zu betreten. Jedoch dauerte das noch etwas, da wir zu früh angereist sind und erst mal durch den Sicherheitscheck mussten. Außerdem mussten wir unsere Koffer abgeben, damit auch diese kontrolliert werden konnten. Nach ca. 2 Stunden warten wurde das Schiff freigegeben, wir bekamen unsere Schlüsselkarte und durften darauf in unsere Kabine. Kurze Zeit später bekamen wir von Mitarbeitern der AIDA unsere Koffer vor die Kabine gestellt und der Urlaub konnte beginnen.

Die Kabine auf der AIDA

Wir buchten eine 4-er Kabine mit Fenster. Ich muss sagen, man muss sich mit den „Mitreisenden“ in der Kabine sehr gut verstehen, da die Kabione relativ klein war. Ich reiste mit meiner Familie, weswegen das kein Problem war. Geschlafen haben wir in Stockbetten, die sehr gemütlich waren. Außerdem verfügte das Zimmer über einen Schreibtisch, Kleiderschränken, einem Fernseher und einem Badezimmer mit Dusche. Das Zimmer kann ich jedem empfehlen, da es vollkommen ausreicht. Die meiste Zeit waren wir auf Deck oder auch gar nicht an Bord, weil wir die jeweiligen Städte erkundeten.

Venedig

Ich fand Venedig war auf dieser Route die schönste Stadt. Wir entschieden uns keinen Ausflug zu buchen, welcher von AIDA auf dem Schiff angeboten wurde. Somit brachte uns das den großen Vorteil, dass wir komplett „frei“ waren und uns nicht an eine Reisegruppe halten mussten. Von dem Schiff aus stiegen wir auf ein Motorboot um, damit wir in die Stadt kamen. Kaum in der Stadt angekommen waren wir beeindruckt. Wir gingen zu erst auf den Markusplatz, der voll mit Tauben war. Anschließend schlenderten wir durch die kleinen Gassen auf der Suche nach schönen Geschäften und wurden fündig. Überall konnte man die schönen venezianischen Masken bestaunen und kaufen. Zum Schluss stiegen wir in eine Gondel ein. Eine Gondelfahrt in Venedig muss man meines Erachtens nach einfach erlebt haben, damit man sagen kann: „Ich war in Venedig.“

Korfu

In Korfu gab es die verschiedensten Angebote, die man buchen hätte können. Unter anderem wurde eine Reise zum Palast Achilleion angeboten. Im Jahr 1890/1892 wurde das Erbauen des Palastes von der Kaiserin Sisi in Auftrag gegeben. Wir entschieden uns jedoch für einen Strandtag. Um an den Strand zu gelangen buchten wir das Angebot von AIDA und konnten Vormittags in einen Bus einsteigen, wurden zum Strand gefahren und Nachmittags wieder zurück zum Schiff gebracht. Während der Busfahrt fuhr auch eine Reisebegleiterin mit und erzählte uns nützliche Informationen über die Insel. Die Reise zum Strand war wunderschön. Ein Vorteil war auch, dass man schon gleich eine eigene Liege mitgebucht hat und man selbst dort wenig bis gar kein Stress hatte.

Bari

Die Stadt Bari haben wir gar nicht so richtig erlebt, da wir nach Matera gefahren sind. Die Fahrtzeit mit dem Bus lag bei fast zwei Stunden. Klingt beim ersten mal hören nach einer sehr langen Fahrt, aber die Stadt war eine Reise wert. Matera ist ein Komplex aus Höhensiedlungen, die in die Felswand geschlagen wurde. Wir buchten dort eine Führung, auch wenn ich kein großer Fan von Führungen bin, hat sich diese gelohnt. Durch die Führung hat man einfach viel mehr Informationen zu der Stadt bekommen.
Auch hier wurde uns während der Busfahrt vieles über Bari, Matera und umliegende Städte erzählt. Reichlich Zeit für die Erzählungen hatte man durch die Busfahrt auf jeden Fall gegeben.

Dubrovnik

In Dubrovnik waren wir auf uns alleine gestellt. Wir sind mit dem Bus in die Stadt gefahren und sind dort erst mal rumgelaufen. Am Anfang haben wir uns überlegt, ob wir eine Reise zur Stadtmauer buchen sollen oder eine Führung durch die Stadt in Hinblick auf die Serie „Game of Thrones“, die dort gedreht worden ist. Letztendlich entschieden wir uns dagegen.
Ich muss sagen, es war die richtige Entscheidung. Wir haben uns sehr viel Geld für die Stadtmauer gespart und hatten trotzdem einen fantastischen Ausblick. Für diesen Ausblick sind wir sehr weit nach oben gelaufen, aber dafür war dort weit weniger los, als auf der überlaufenden Stadtmauer. Die Führung von der Serie „Game of Thrones“ wäre bestimmt auch sehr spannend gewesen, aber schon beim Erkunden der Stadt erkennt man selbst die Drehorte und somit ist eine Führung nicht unbedingt notwendig.

Zadar

Da die Idee uns in den einzelnen Städten selbständig zu machen sehr gut gefiel, machten wir es in Zadar genauso. Wir fuhren mit dem Bus in die Stadt und erkundeten Sie.
Um in die Stadt zu gelangen, mussten wir einen 10 minütigen Fußweg am Meer einlegen, der sehr schön war. In der Stadt selbst hatten wir Glück, denn es war gerade Markt und somit bekamen wir einen Einblick, welche Produkte und Lebensmittel dort verkauft werden. Der Heimweg gestaltete sich etwas schwieriger, da der Bus nicht kam, den wir wieder zurück nehmen wollten. Nach einer Stunde warten kam aber zum Glück der nächste und wir konnten wieder an Bord gehen.

Der Seetag

Wir hatten auf unserer Route auch einen Seetag. Während des Seetages gibt es eine große Auswahl an Programmpunkten. Zum einen ist auf dem Deck Musik zu hören gewesen, zum anderen wurde mal der Kapitän interviewt oder man konnte im Vorfeld Kochkurse, sowie einen Termin im Spa-Bereich buchen. Der Seetag war sehr gut um einfach mal nichts zu machen und das Gefühl auf einem Schiff zu sein zu genießen.

Die Abreise

Nach dem Frühstück sind wir wieder zurück in die Kabine, haben unsere restlichen Sachen gepackt und haben das Schiff verlassen. Auch bei der Abreise wurde der Koffer abgeholt. Den Koffer mussten wir am Vortag vor unsere Kabinentür stellen. Nachdem wir das Schiff verlassen habe kamen wir in eine große Halle, wo alle Koffer der Mitreisenden standen. Die Koffer waren nach Deck sortiert und somit war das eine kleine Hilfe zum Wiederfinden des eigenen Koffers. Als Jeder seinen Koffer wieder gefunden hat, konnten wir uns auf den Weg zum Auto machen und die Reise nach Hause wieder antreten.

Die Extras an Board

  • Genug Essen und Trinken
  • Programm während eines Seetages
  • Abendprogramm auf dem Schiff

Meine Top 3

  1. Die Gondelfahrt in Venedig
  2. Die Stadt Matera
  3. Der Markt in Zadar

Mein Fazit

Ich kann eine Reise mit AIDA nur empfehlen. Mit solch einer Reise, kann man in sieben Tagen fünf verschiedene Städte besuchen und an Board ganz einfach Ausflüge für die jeweilige Stadt buchen. Die Mitarbeiter waren stets freundlich und man konnte sich bei Fragen jederzeit an Sie wenden. Einen minus Punkt bei der Größe der Kabine gibt es von mir nicht, da wir sie wirklich nur zum Schlafen benutzt haben und sonst unterwegs waren.

Bildquelle: Pixaby-User: Bernhard1960

 

1 Antwort
  1. Alex
    Alex sagte:

    Um sagen zu können „Ich war in Venedig“ muss man nach der Abfahrt aller Kreuzfahrt-Passagiere die Stadt genießen und in die Stadt eintauchen.

    Von unserer Dachterrasse konnte ich jeden Morgen die Ankunft der Kreuzfahrtschiffe spüren, denn ganz Venedig hat vibriert. Diese Schiffe zerstören so viel und ich kann das Fazit nicht teilen, denn die fünf verschiedenen Städte hast du nicht besucht, du hast sie mal eben aufgesogen und bist weiter gezogen. Wer so die ganze Welt bereist, der hat von der Welt echt nur wenig gesehen.

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