Mit dem Auto nach Italien

Als wir im letzten Jahr auf Rhodos waren, haben meine Frau und ich uns einen Mietwagen genommen, und zwar einen hellblauen Fiat 500 Cabriolet. Das Autofahren mit offenem Dach hat uns sehr gefallen. Platz für uns zwei hatten wir auch genug und in Anbetracht der Umstände, dass unsere beiden Kinder schon so alt sind und ihre eigenen Autos fahren, beschlossen wir das: Unsere 12 Jahre alte Mercedes A-Klasse tauschen wir nach der Rückkehr gegen ein Neufahrzeug  der Firma Fiat.

Jetzt fahren wir einen dunkelblauen Fiat 500S Cabrio mit mehr als 100 PS bei knapp 900kg Eigengewicht. Der Beschluß steht fest. Wir fahren in diesem Sommer mit diesem Auto nach Italien  und zwar nach Verona. Und das sind wir auch.

Lieber fliegen statt fahren?

Wir sind in den letzten dreißig Jahren immer in den Urlaub geflogen, auch nach Italien, und haben uns vor Ort einen Mietwagen genommen. Was uns beim Fliegen zu kurz kommt, sind die Sehenswürdigkeiten und Ausblicke auf dem Weg dahin. So beschlossen wir, uns auf dem Weg nach Verona viel Zeit zu lassen und planten eine Übernachtung im Allgäu mit ein und buchten gleich noch ein Hotel in Innsbruck. Auf dem Rückweg wollten wir noch Freunde in Seligenstadt besuchen.

Das hätten wir bei einem Flug verpasst

In Kempten tranken wir am Abend des ersten Urlaubstages, nach ungefähr 600 km Fahrt, ein Zötler Bier aus der ältesten Privatbrauerei Deutschlands, bereits seit 21 Generationen in Familienbesitz und gegründet 1447. Dazu aßen wir einen schmackhaften Spanferkelbraten. Die Bierdeckel der Gaststätte haben die Form des Allgäus.

Am anderen Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, und ein Hotelfrühstück muß für mich weltweit, Rührei und Schinken beinhalten, fuhren wir den Rastplatz Zugspitzblick an. Die Zugspitze ist mit 2962 m ü. NHN der höchste Berg Deutschlands. Das Zugspitzmassiv liegt südwestlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern und im Norden Tirols. Über ihren Westgipfel verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Von der Sonne verwöhnt, gelang dieses Foto, die Zugspitze fast wolkenfrei.

Die Vorbereitung für die Reise

Wie uns Bekannte im Vorfeld schon informiert hatten, können die Vignetten für Österreich, die Autobahnen sind mautpflichtig, bei jeder ADAC Stelle erworben werden. Auch die Gebühr für die Brennerautobahn kann man dort entrichten und ist dann im Computer mit dem Autokennzeichen gespeichert; das Kennzeichen wird dann vor Ort ausgelesen und die Schranke öffnet sich. Was natürlich gänzlich entfällt, ist die Wartezeit. Als wir auf die Brennerautobahn fuhren, haben wir sehr viele Autos an den Bezahlstellen gesehen. Das muss man nicht haben.

Die Wahl des Gepäcks

Da die Rücksitzbank des Autos nicht besonders breit ist und der Kofferraum auch nicht groß, sind wir mit einer sehr großen Reisetasche und einem Anzugkoffer gefahren. Ein Anzugkoffer deshalb, weil man ihn zusammenfalten kann und er dann bequem im Kofferraum Platz hat. Für den vierzehntägigen Urlaub habe ich alle meine Sachen in dem Anzugkoffer unterbringen können nebst einem Jackett für den Besuch der Oper in Verona.  Für zwei Sechserpack Mineralwasser war im Kofferraum immer noch Platz.

Der Tag der Abreise

Wir sind in diesem Jahr von der Sonne sehr verwöhnt worden. Anfang August haben wir gegen 8.00 Uhr am Freitag unseren Wagen gepackt mit der großen Reisetasche auf der Rücksitzbank, dem Anzugkoffer im Kofferraum und reichlich Mineralwasser, haben das Verdeck geöffnet und es erst am Abend vor einem Hotel im Allgäu wieder geschlossen.

Ich gebe der großen deutschen Autozeitung recht, wenn sie sagt: Alle werden dir vom Kauf des Autos abraten, wenig Platz, klein, nicht für große Gepäckstücke geeignet. Aber höre beim Fahren einfach dem Wind zu, was er dir zuflüstert. Und wir haben ihm zugehört, wie er uns sagte: Alles richtig gemacht.