„Healthy Lifestyle“ in den USA?

Klischeedenken

Wer an das Essen in den USA denkt hat wahrscheinlich erstmal diverse Fast Food Ketten im Kopf.       Ob nun In-N-Out Burger, Taco Bell, Domino’s Pizza, Jack in the Box oder aber ganz klassisch McDonald’s, eine große Herausforderung ist es definitiv nicht sich an Pizza, Burger und co. zu bedienen…

Vom Fast Food zum „Healthy Lifestyle“

3ab2d9df-1150-4be3-a92b-4bac6fd79e3aWie ich es allerdings während meinem Aufenthalt an der Westküste und durch diverse soziale Netzwerke mitbekommen habe, scheint sich der Trend vor allem bei einigen Promis und der jüngeren Generation eher zum „Healthy-Lifestyle“ hinzubewegen. Jeder träumt von der perfekten Figur und greift daher lieber zu Wasser oder aber zum trendigen „Pressed Green Juice“ statt zur Cola. Dieser Wandel wird natürlich auch von der Lebensmittelindustrie wahrgenommen, wodurch wiederum zahlreiche neue Produkte auf den Markt kommen um diesen Lifestyle zu unterstützen. Beispielsweise eine Flasche Saft für ca. 6$, um den Körper zu entgiften, oder aber Quinoa-Salate und völlig überteuerte, total gehypte Wassersorten (Fiji, Voss, Boxed Water, Smart Water…).                  Auch Cafés wie Starbucks ziehen hier mit. Schon lange wird hier nicht mehr einfacher Kaffee und Kuchen angeboten, nein, der Kaffee kann individuell beispielsweise mit Sojamilch kreiert werden. Als Alternative zum Schokomuffin werden hier Salate, Wraps oder zum Frühstück ein Oatmeal angeboten.

Umsetzung im Supermarkt

Wer davon absieht sein Essen in Lokalen zu sich zu nehmen sondern sich lieber zu Hause etwas zubereitet, der wird in den riesigen amerikanischen Supermärkten wie Target und Walmart definitiv fündig. Zwischen rauen Mengen an Fertiggerichten, Süßigkeiten und allem was das Herz begehrt gibt es nämlich meist auch eine große Auswahl an frischem Obst und Gemüse in tausenden Sorten und Varianten. Im gegensatz zu Deutschland wo es z.B. ganz normal ist eine Wassermelone so zu kaufen wie sie ist, wird sie in Amerika eigentlich überall verpackt und in mundgerechten Stücken verkauft. Die gesunde Ernährung wird also auch in den Supermärkten unterstützt und ermöglicht, jedoch muss man selbst auf jeden Fall eine starke Willenskraft mitbringen um sich nicht von dem immer noch viel größeren Angebot an leckeren aber dafür ungesunden Sachen wie z.B. den riesen Eimern mit Ben & Jerry’s Eis verführen zu lassen.

Hohe Preise…

Das hört sich natürlich alles ganz schön und gut an, wenn man jedoch erstmal bei Target in der Obstabteilung steht wird einem bei dem Blick auf die Preisschilder schnell mal ganz anders! Nicht nur die trendigen Säfte und Smoothies werden unglaublich überteuert verkauft, bei vielen gewöhnlichen Lebensmitteln ist dies ebenfalls der Fall. Wer also Geld nicht gerade in rauen Mengen zur Verfügung hat, sich aber trotzdem gesund ernähren will, der hat es eindeutig nicht ganz so leicht in den Staaten. Allerdings gibt es selbstverständlich auch hier einen Weg: Trader Joe’s beispielsweise, der ‚Bio-Aldi‘ in Amerika bietet zwar nicht so eine große Produktauswahl, dafür aber viel niedrigere Preise und dazu kommt noch, dass alle Lebensmittel ‚organic‘ sind.

Touri-Tipps

Kein Wunder also, dass viele Deutsche, die schon mal in Amerika Urlaub gemacht haben, behaupten, dass es günstiger sei bzw. preislich keinen Unterschied macht ob man nun Essen geht oder sich in einem Holiday Appartment selbst mit Lebensmitteln aus dem Supermarkt verpflegt. Wer aber während seinem USA-Aufenthalt seinen „Healthy-Lifestyle“ wirklich streng durchziehen will, was ich mir wirklich schwer vorstelle bei den ganzen Angeboten an Süßigkeiten, die es nur dort gibt und den vielen verschiedenen, sogar recht günstigen Fast Food Ketten, der sollte sich vielleicht einfach an Supermärkten wie Trader Joe’s orientieren und nicht an einem Supermarkt der sich mitten in einem Touri-Ort befindet.

 

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