Hier geht es zu Teil 1

Zum Abendessen wird jeder Gast, und für die Männer sind lange Hosen vorgeschrieben, zu einem Tisch der Wahl geführt, drinnen oder draußen, am Fenster, oder wo auch immer Platz ist. Für diesen Abend wählten wir einen Tisch oberhalb des Pools. Den Damen wird der Stuhl zurecht gerückt, für die Männer übrigens auch, die Gläser werden herumgedreht und in weniger als einer Minute steht eine Servicekraft am Tisch, um die Getränkebestellung unter Angabe der Zimmernummer entgegen zu nehmen. An diesem Abend, seit mehr als zwanzig Stunden auf den Beinen, bestellten wir eine Flasche Weißwein und stilles Mineralwasser. Beides wurde umgehend serviert. Jetzt begaben wir uns in den Buffet-Raum, der eine Größe von circa 400qm hatte. Unzählige Fleischgerichte erwarteten uns, Lamm, Huhn, Rind, Ente, u.s.w. und die gleiche Anzahl von Gemüsevarianten und alle Sättigungsbeilagen, die man sich vorstellen kann. Allein der Nachtischtrakt, den man wirklich so nennen kann, angeordnet in mehreren Etagen, bot über einhundert verschiedene Törtchen, alles sehr sündige Kalorienbomben. An diesem Abend entschied ich mich für Entenbrust mit Kumquatsoße, einigen Lammkoteletts, aus denen der Knochen schon entfernt wurde und ein wenig Reis, nachdem ich mir als Vorspeise einen bunten Salatteller zu recht arrangiert hatte.

Schokoladen-Nachtisch
Nachtisch mit viel Schokolade

Der Ausblick auf den Abendhimmel, die Sonne bahnte sich, matt feuerrot, ihren Weg hinter einen Berg, versüßte mir den Nachtisch gleich doppelt. Ein Porzellanschälchen der besonderen Art, nahm ich mir mit zum Tisch, eine Schokoladenvariation, bei der ich sogar die kleine Scheibe Limette mit Schale aß. Nach dem Abendessen und einem kleinen Bier auf der Terrasse bei Kerzenschein, riet mir der Körper zur Nachtruhe.

Das erste Frühstück

Der nächste Morgen. Ob das Bett bequem ist, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, denn vor lauter Müdigkeit hätte ich auch auf einem Strohballen gut geschlafen. Nach der obligatorischen Morgentoilette machten wir uns zum Frühstücksraum auf. Wir wählten einen Platz am Fenster in einem klimatisierten Raum. Sogleich brachte uns eine Servicekraft eine Thermoskanne Kaffee und zwei große Gläser frischgepressten Orangensaft. Das Frühstücksbuffet war genauso üppig wie das des Abendessens, nur ganz anders. Omeletts, Pfannekuchen, Rührei, Würstchen in mehreren Variationen, für Müsli-Liebhaber eine schier übergroße Auswahl nebst einer Anzahl gelierter Früchte.

Oder man bat einen der vielen anwesenden Köche, was man halt essen möchte. Auch doppelt gebratene Spiegeleier hatten sie im Angebot, ebenso Omeletts mit Füllung nach Wahl. Wer sich seinen Toast selbst bräunen wollte, hatte auch hier die Wahl.

Ausflüge, Mietwagen und erste Besichtigungen

Um 10.30 Uhr Empfang beim Reiseleiter. Das übliche, wer sowas schon einmal mitgemacht hat. Es werden Ausflüge vorgestellt, Landkarten verteilt, Stimmung gemacht und Mietwagen angeboten. Überall, wo man sich befindet, ist immer der schönste Platz der Erde. Wir entschieden uns für zwei Ausflüge. Zum einen wählten wir Sissis Lieblingsplätze, zum anderen einen Ausflug zur Mäuseinsel. Was wir sonst noch sehen möchten, erkunden wir mit einem Mietwagen am Wochenende. Um 13.00 Uhr begaben wir uns zum Mittagsessen. Kleiner Salat, Rind, Huhn, Schwein, nur nicht üppig, Obst als Nachtisch, Orangenherzen mit Honigmelone. Ich habe es kaum für möglich gehalten, aber die Kombination passt. Nach dem Essen, Erkundung der Anlage. Im Hallenbad schwimmt niemand, im Pool eine handvoll Gäste, auf den Liegen die Bücherwürmer und Sonnenanbeter, die es immer noch gibt. Am Nachmittag nach einem kalten Kaffee, kleiner Spaziergang aus der Anlage heraus hinunter zum Strand, zwei Cappuccino an der Strandbar mit herrlichem Ausblick auf das Meer. Für den Rückweg nahmen wir die  Seilbahn. Für 2,40 € einfache Fahrt werden wir am nächsten Morgen nach Korfu Stadt aufbrechen. Dazu nehmen wir den Linienbus, der direkt vor der Hotelanlage seinen Stopp hat. Das Abendessen war mal wieder genauso üppig wie am Vorabend und beim griechischen Abend, ein Ouzo für jeden Gast beim Betreten des Speisesaals, durfte der Sirtaki auch nicht fehlen. Wenn kennt ihn nicht Anthony Quinn in einer seiner besten Rollen als Alexis Sorbas*.

Kalinichta (gute Nacht) bis morgen aus Korfu Stadt

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