Urlaub in Amsterdam

Urlaub ist für die meisten ein Zeitraum für Entspannung und Ruhe, wo sie dem Alltagsstress entkommen können und einfach mal zur Ruhe kommen können. Beliebte Urlaubsziele sind beispielsweise Mallorca und andere Destinationen im Süden, wo es warm ist. Aber es gibt auch Orte, die man wegen den Besonderheiten besucht, wie z.b. Amsterdam. Und um diese wunderschöne Stadt geht es in diesem Artikel.

Das solltet ihr in Amsterdam unbedingt besuchen

In Amsterdam haben sich schon viele kreative Street Art Künstler verewigt. In der ganzen Stadt findet ihr ihre Kunstwerke. Es gibt sogar ein Street Art Museum, wo man hingehen kann und die Kunstwerke vieler Street Art Künstler bestaunen kann. Mit vielen bunten Farben ist diese Gegend eine richtige Besonderheit geworden. In Amsterdam gibt es außerdem noch sogenannte „Febo“ Automaten. Dort kannst du warme Speisen aus dem Automaten ziehen, indem du Geld einwirfst. Und wenn du dann Abends den Sonnenuntergang beobachten möchtest kannst du dies am besten an den folgenden Orten tun:

  • Skylounge im Hilton Hotel
  • W Lounge (mit Pool auf der Dachterrasse)
  • Floor17 (fast 90m Höhe)

Am nächsten Tag kannst du dann das Haus von Anne Frank besuchen und dich im Vondelpark hinlegen und die Sonne genießen! Sie wird von vielen Bewohnern Amsterdams eine „Grüne Oase“ genannt. Mitten in Amsterdam liegt aber auch noch das berühmte Van-Gogh-Museum, wo du von Malübungen bis hin zu seinen Meisterwerken so einiges erkunden kannst. Wenn du ein Museumsfan bist, dann kannst du auch direkt ins Rijksmuseum! Auf vier Stockwerken mit 80 Sälen findest du Gemälde und Kunstwerke von unschätzbarem Wert. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf den beeindruckenden Werken von alten, niederländischen Meistern, wie Rembrandt und Jan Vermeer. Es beinhaltet mehr als 80.000 Exponate, inklusive Statuen berühmter italienischer Künstler, im riesigen Museumsgarten! Um wieder zum Thema Sonnenuntergang zu kommen: Der Adam Lookout eignet sich perfekt dazu. Es gibt eine  360-Grad-Panoramasicht über den Hafen und das historische Zentrum – die Aussicht ist wirklich einen Blick wert.

 

Bildquelle: Pixabayuser neshom

Utah – Das neue Silicon Valley

Das Silicon Valley in Kalifornien ist das IT-Mekka, richtig? Noch. Die High-Tech-Industrie hat sich mit Firmen wie Google, Apple, Intel und Adobe zwar einen großen Standort aufgebaut, doch so langsam bekommt das Silicon Valley Konkurrenz von den Silicon Slopes in Utah.

Aber wo sind die Silicon Slopes? Es ist ein Ort, an den wohl niemand als erstes denken würde: Utah. Im Sommer 2016 machte ich mich auf die Reise nach Orem, Utah, um dort ein Semester lang zu studieren. Ehrlich gesagt bin ich mit wenigen Erwartungen hingeflogen, denn was sollte schon in Utah so spannendes sein? Für mich genügte es, einfach mal wieder einen anderen Fleck der Erde zu sehen. Nach dem halben Jahr in Utah denke ich aber jetzt ganz anders über den Staat. Ich habe ihn mit all seinen Facetten kennen und lieben gelernt und dafür bin ich ziemlich dankbar.

Was mich am meisten überrascht hat war, dass sich in diesem Staat, der aus toller Natur und einer Menge Nichts besteht, ein IT-Standort entwickelt. Was sind die Silicon Slopes? Die Silicon Slopes bestehen aus mehreren Städten, die sich entlang der Rocky Mountains befinden und von Odgen im Norden über Salt Lake City bis hin zu Provo in den Süde erstrecken. Auf den ersten Blick scheint es ungewöhnlich, dass sich Firmen hier einen Standort aufbauen. Doch Utah hat einige Vorteile zu bieten. Dazu gehören:

  • Niedrige Steuern
  • Günstige Immobilien
  • Viele junge Talente
  • Ein motivierter Unternehmergeist

Utah’s Tech-Highlights

Mit der PRSSA (PR Student Society of America) war es mir möglich, viel von diesen Tech- und Start-Up-Unternehmen zu lernen. So habe ich mir von Brent Devey von JetBlue Airlines erklären lassen, wie JetBlue seinen Twitter Account verwaltet und was sie so erfolgreich macht. Am spannensten waren für mich aber die Ausflüge in die Hauptsitze von Domo, Nuvi und Adobe. Hierbei gab es viele witzige Sachen zu sehen. Domo hat zum Beispiel einen riesigen Plastik-Hahn, der immer an den Arbeitsplatz des Mitarbeiters gestellt wird, der einen guten Verkauf gemacht hat. Natürlich gibt es dann auch eine kleine Party mit der Diskokugel an der Decke.

Bei Nuvi war es sehr spannend  zu sehen, wie das Büro in kleine Themenbereiche eingeteilt wurde. Es gab kleine geschlossene Räume, die sich mitten im Raum befanden und einfach nur mit einem Stuhl und einem Telefon ausgestattet waren. Ansonsten war das Büro sehr offen. Im Herzen des Büros gab es dann eine riesige Couch-Ecke mit vielen Kissen.

Mein absolutes Highlight war der Hauptsitz von Adobe. Es ist ein riesiges und modernes Gebäude, bei dem einfach ein junger Unternehmensgeist mit Spaßfaktor im Vordergrund steht. Wenn man mal keine Lust hat zu arbeiten, kann man sich einfach im Spiele-Zimmer an der XBox austoben oder im Musikzimmer Gitarre, Klavier oder Schlagzeug spielen. Es gab sogar eine eigene Kletterwand und eine eigene Sporthalle im Haus.

Was es noch zu erkunden gibt

Mich  hatte Utah damit schon überzeugt! Aber der „Honey bee state“ hat noch viel mehr zu bieten. Durch die Rocky Mountains gibt es unzählige Möglichkeiten für outdoor activities. Auch die Lage ist perfekt. Bevor das Semester angefangen hat, habe ich noch einen Roadtrip durch Kalifornien, Nevada und Arizona gemacht. In den kurzen Semesterferien bin ich nach New Mexico gereist und habe mir die Stadt von „Breaking Bad“ angeschaut. Auf einem anderen Trip habe ich es bis nach Minnesota geschafft und dabei den Mount Rushmore gesehen.

Wer sich mal einen anderen Fleck der Erde anschauen möchte, dem kann ich Utah nur ans Herz legen. Denn es ist viel interessanter, als man auf den ersten Blick erahnt.

Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack darauf, was Euch in Utah erwarten kann:

Bildquelle: Pixabay-User unsplash

Mit dem Fahrrad über Hawaii’s Highway

Mein Hawaii-Abenteuer fing 2012 mit einem Facebook Post von einem Bekannten an, der ein Au-pair Jahr in den USA machte. Ich war sofort der Wanderlust verfallen und kümmerte mich direkt um meine eigene Bewerbung. Im Frühling 2013 stand fest, dass ich im Sommer für ein Jahr nach Long Island, New York gehen würde.

Das Programm war super. Trotz mancher Schwierigkeiten hatte es mir echt gut gefallen. Ich konnte in meiner Freizeit auch viel reisen. Bevor ich im August 2014 wieder nach Hause sollte, hatte ich aber noch einen großen Punkt auf meiner bucket list: Hawaii.

Bis heute ist und bleibt Hawaii mein absoluter Lieblingsfleck auf der Erde. Damals war ich erst 20 Jahre alt und hatte kaum noch Geld in der Tasche. Für mich war es aber völlig in Ordnung eine Woche lang nur von trockenem Toast und frischem Obst zu leben. „Hauptsache Hawaii“, dachte ich mir. Die ersten paar Tage habe ich mich in der Nähe umgeguckt. Morgens bin ich zum Sonnenaufgang auf den Diamond Head gestiegen und habe nachmittags am Waikīkī Beach gelegen. Von meinem letzten Geld mietete ich mir ein Fahrrad und beschloss von der südlichen Seite der Insel zum Waimea Bay Beach im Norden zu strampeln. Wie ich auf die Idee kam? Nun ja, Google Maps sagte, dass es nur vier Stunden mit dem Fahrrad dauern würde. Irgendwie leuchtete es mir in dem Moment nicht ein, dass ich untrainiert nicht 70 Kilometer in vier Stunden bei 30 °Celsius und 76 % Luftfeuchtigkeit fahren kann. Schließlich hatte ich es ja bereits nach Hawaii geschafft. Warum sollte ich es nicht auch dort hinschaffen? Da ich kein Smartphone hatte, musste ich mir die Route anders einprägen. Ich recherchierte alle Straßennahmen und Richtungen bei Google Maps und schrieb sie auf ein Stück Papier.

Challenge accepted

Nur mit einer Kappe, Sonnencreme, zwei Litern Wasser, einem Apfel, zwei Scheiben Toast und einem Handtuch ging es los. Für eine Weile lief es echt gut mit den Angaben auf meinem kleinen Zettel. Aber die Sonne knallte und ich kam nicht wirklich voran. Nach vier Stunden Fahrt sollte ich eigentlich schon am anderen Ende der Insel sein. Ich hatte es „bloß“ bis Pearl Harbor geschafft. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, kann ich eigentlich echt stolz auf mich sein. Denn bis dahin hatte ich schon knapp über 40 Kilometer Fahrradtour hinter mir und das, obwohl ich super unsportlich und allergisch gegen die Sonne bin und auf einer Strecke mit vielen Höhen- und Tiefenunterschieden war.

Abgemüht und längst total verbrannt versuchte ich dennoch an mein Ziel zu kommen. Da gab es nur ein kleines Problem. Mein kleiner Zettel sagte mir, dass ich weiter geradeaus fahren müsste. Allerdings war das die Auffahrt für den Kamehameha Highway. Konnte das wirklich stimmen? Ich suchte nach Leuten, um zu fragen, ob das wirklich der einzige Weg sein würde, und traf einen Soldaten und einen Pastor. Beide versicherten mir, dass das der richtige Weg sei und auch, dass es kein Problem sei, dass ich nur auf einem Fahrrad wäre. Ich vertraute den beiden und machte mich ernsthaft auf den leichtsinnigen Weg, neben den Autos auf die Autobahn zu fahren. Auf der Rampe angekommen sah ich eine endlos lange Straße und viele schnell fahrende Autos. Ich stand für einige Minuten einfach nur da und überlegte, was ich tun sollte. An diesem Punkt sah ich ein, dass ich nicht weiter fahren konnte. Aber aufgeben wollte ich auch nicht. Ich kehrte um, fuhr als Geisterfahrer wieder die Autobahnauffahrt herunter und endete an einer Bushaltestelle. Die kam mir grade echt gelegen. Aber auch hier gab es wieder ein Problem: Mein letztes Geld hatte ich für den Fahrradverleih ausgegeben.

Plan B

Als ich so da rumsaß und mich schon darüber ärgerte wieder 40 Kilometer zurück strampeln zu müssen, ohne den Waimea Bay Beach gesehen zu haben, kam ein Mann auf mich zu. „Was willst du knallrote Tomate denn? Du bist ja total verbrannt“, sagte er. Ich erzählte ihm von meinem Plan und der Mann lachte. Es wäre ein toller Plan aber total verrückt, sagte er. Wir kamen ins Gespräch und Don, 62 und Ex-Marine, wurde mein Held. Er zahlte mein Busticket, zeigte mir, wie ich mein Fahrrad vor den Bus spannen musste und fuhr mit mir ans andere Ende der Insel. Dort angekommen stellte er mich seinen Freunden vor, die einen Food-Truck besaßen. Das Essen ging auf Kosten der Freunde. Don und ich streiften durch die Stadt und kamen an einem Mann vorbei, der Stand-Up-Paddling anbot. Weil Don meinen Plan so witzig fand, erzählte er so ziemlich jedem auf der Straße, was ich vorhatte. Auch dieser Mann war sehr von meinem  Plan amüsiert. Daraufhin gab er mir einen kostenlosen Stand-Up-Paddling-Kurs. Zuletzt machten wir uns auf den Weg zur Waimea Bay. Hier konnten wir schwimmen und uns den Sonnenuntergang ansehen. Das Wasser in der Waimea Bay war das klarste, was ich in meinem Leben gesehen hatte. Das hat mich echt umgehauen.

Anschließend ging es wieder Heim. Nach einer Busfahrt, die mir endlos lang vorkam, fiel ich total erschöpft ins Bett. Erst dann realisierte ich so wirklich, was den Tag über geschehen war. Meine nächsten Abenteuer sollten dann doch wieder in der Nachbarschaft  stattfinden.

Bildquelle: Lara Liguda, Google Maps

Unser Roadtrip durch den Westen der USA

rundreise

 

Im Juli 2015 war es endlich soweit, meine allererste USA-Reise stand an! Zusammen mit meiner Mama durfte ich 3 Wochen lang die Westküste erkunden und viele tolle Orte kennen lernen. Wir hatten uns damals für eine selbst organisierte Rundreise mit einem Mietwagen entschieden, eindeutig die richtige Wahl.

Der Flug

IMG_1499Bei unserem Hinflug ging es mit der Lufthansa von Düsseldorf, mit einem Zwischenstopp in München, nach Los Angeles. Es war mein erster Langstreckenflug und ich bin wirklich dankbar dafür, dass wir mit der Lufthansa geflogen sind und kann die Airline nur weiterempfehlen. Der Service ist super, und auch die Plätze im Flieger waren nicht schlecht. Glücklicherweise gab es bei uns keinerlei Komplikationen bei der  Einreise in die USA. Die Warteschlange am „NON US Citizens Schalter“ im LAX war zwar sehr lang, darauf hatten wir uns jedoch schon vorher eingestellt und so ewig lang hat es am Ende dann eigentlich doch garnicht gedauert. Positiv überrascht waren wir eindeutig von dem Mann, der bei uns die Passkontrolle durchgeführt hat. Man hört ja immer, dass dieser Vorgang so unglaublich streng abläuft, dass man bloß keine Miene verziehen soll und hier quasi nichts falsch laufen darf. Dementsprechend waren wir schon ein wenig nervös als wir dann endlich dran waren, jedoch völlig unberechtigt. Das Ganze hat ca. zwei Minuten gedauert, der Typ war total locker, hat sich mit mir, während wir unsere Fingerabdrücke eingescannt haben, noch über mein Abitur unterhalten und uns anschließend viel Spaß bei unserer Reise gewünscht. Also keinerlei komische Fragen, wie wir es eigentlich erwartet hatten, somit war, nachdem wir auch unsere Koffer heile vom Gepäckband genommen haben, die erste große Hürde schon mal geschafft.

1. Station: Los Angeles

Nachdem wir ca. 5 MIMG_1524inuten L.A. Luft geschnuppert hatten, ging es für uns auch schon in den Shuttle-Bus, der uns zu unserer Car-Rental-Station ‚Alamo‘ gebracht hat, wo wir statt einem kleinen Fiat 500 glücklicherweise für den selben Preis einen doch etwas größeren und besser ausgestatteten Toyota Corolla bekommen haben. Da es ein Neuwagen war, war der Bremsvorgang zunächst einmal nicht gerade geschmeidig, wodurch sich unsere 1. Fahrt durch L.A. in diesem Auto ziemlich holprig gestaltete. Glücklicherweise waren die Straßen nicht so voll ^^.

Nun ging es aber erstmal ab in unser, über Airbnb gebuchtes, Haus auf dem La Cienega Boulevard, ganz in der Nähe von Venice Beach, wo wir 3 Nächte verbringen durften. In der Zeit haben wir natürlich erstmal das komplette Touri-Programm durchgeführt: Walk of Fame, Hollywood Hills, Santa Monica Pier… Auf meine Lieblingsorte in L.A. gehe ich in diesem Blogpost etwas näher ein. Wir hatten das Glück, dass wir über den 4th of July in Amerika sein konnten, also haben wir es uns natürlich auch nicht entgehen lassen, Abends ein Feuerwerk anzuschauen. Hier haben wir uns für einen Ausflug nach Long Beach entschieden. Der Strand war zwar wirklich wunderschön, von dem berühmten Feuerwerk hatten wir uns allerdings etwas mehr erhofft…

Unsere Unterkunft: das Appartment der lieben Milly in Mar Vista | 3 Nächte

2. Station: Lake Havasu City

Auf dem Weg nach Lake DSC04272Havasu haben wir einen kleinen Zwischenstopp in Barstow eingelegt, um auch einmal in dem bekannten Outlet vorbeizuschauen. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall: Einige Levi’s Jeans für jeweils ca. 20$, zwei paar Vans für jeweils 25$, einige ebenfalls sehr günstige Teile von Calvin Klein und zwei Paar Schuhe von Timberland für 20/30$ durften mit. So günstig kommt man, denke ich, auch nicht nochmal an die Sachen! Nach unserer Shoppingtour bei über 40 °C und einer Stärkung bei In-N-Out ging die Fahrt fahrt weiter und plötzlich beschloss das Wetter, uns einen Schrecken einzujagen: Da ist man ein Mal in seinem Leben in der Wüste, in Arizona und plötzlich bricht das heftigste Gewitter aus, was man je miterlebt hat. Alle paar Sekunden schlugen Blitze in sämtliche Bäume neben uns ein, aus Regen wurde Hagel, ich bekam ständig „Flash Flood Warning“ Notfallhinweise auf mein Handy und auf einmal konnten wir dank dem Nebel rein garnichts mehr sehen und das mitten im Nirgendwo auf einem Highway. Irgendwann hatte die Horrorfahrt dann endlich auch ein Ende und wir kamen in unserem Motel (wie man es aus Horrorfilmen kennt) in Lake Havasu City an. Für den nächsten Tag hatten wir eigentlich geplant noch etwas in der Stadt rumzulaufen, was jedoch bei den Temperaturen absolut unmöglich war also beschlossen wir einfach an den Lake zu fahren und dort noch ein paar Stunden zu verbringen. Der See war wunderschön, mit den Bergen im Hintergrund und auch das Wasser war sehr klar, vor allem aber war es bei über 40 °C ohne Abkühlung auch nur schwer draußen auszuhalten…

Unsere Unterkunft: das Sands on the Fairway Motel | 1 Nacht

3. Station: Williams → Grand Canyon

Unser nächstes Ziel sollDSC04350te der Grand Canyon sein. Als Unterkunft haben wir das Motel 6 im kleinen western Städtchen Williams an der historischen Route 66 gewählt. Hier hat man sich wirklich wie in einer anderen Welt bzw. wie im Film gefühlt. Alle kannten sich irgendwie untereinander, waren freundlich und sehr nett und offen zu den Touristen. An einem Abend fand sogar eine Art Cowboy-Show mitten auf der Straße zwischen allen Lokalen statt, natürlich eine Touristenattraktion, trotzdem kam dieser ganze Western-Flair irgendwie sehr echt und glaubwürdig rüber, gerade weil die ganze Stadt in dem Stil aufgebaut ist. Ich persönlich kann Williams auf jeden Fall nur empfehlen als Übernachtungsort bei einer Reise zum Grand Canyon.

Zwei Nächte DSC04282haben wir in Williams verbracht, da wir uns unbedingt einen ganzen Tag für den Grand Canyon Zeit nehmen wollten und auch der Weg dorthin schon nicht gerade kurz war. Es war einfach überwältigend dort! 450 km lang, zwischen 6 und 30 km breit und bis zu 1800 m tief, die Schlucht war einfach gigantisch und mitten drin der Colorado River! Da der Grand Canyon Nationalpark so unglaublich riesig ist fahren natürlich auch dort, wie es in den meisten Nationalparks der Fall ist, „Hop-on-Hop-off-Busse“, mit denen man sämtlichen Aussichtspunkte erreichen kann, dazu kommen noch die gratis Wasserspender an bestimmten Stationen im Park, und der Parkplatz, ein wirklich guter Service für 30$ wie ich finde! Wer also irgendwie die Möglichkeit hat zum Grand Canyon zu kommen und diesen zu besichtigen, der sollte diese Chance auf jeden Fall nutzen, denn der Anblick ist wirklich einmalig und unvorstellbar, ein Ort den man gesehen haben muss!

Unsere Unterkunft: das Motel 6 Williams East | 2 Nächte

4. Station: Las Vegas

Auf unserem Weg nach Las Vegas durfDSC04390te natürlich auch ein kleiner Zwischenstopp an der Grenze zwischen Arizona und Nevada nicht fehlen, nämlich bei der berühmten Hoover-Talsperre. Ein atemberaubender Anblick, wie dort die wunderschön strahlenden türkisen Gewässer, durch die riesigen Steinbauten vom Hoover Dam voneinander getrennt werden.

DSC04426Als wir nach einer langen langen Autofahrt endlich im Hardrock Hotel in Las Vegas angekommen waren, ging es für uns erstmal zur Poollandschaft, allerdings nur zum ‚Nirvana Pool‘, da alle anderen erst ab 21 sind. Als es später so langsam dunkel wurde, wollten wir natürlich den, vom Hotel zu Fuß aus erreichbaren, Strip erkunden. Es war muss ich sagen viel schöner als ich es mir vorgestellt hatte. Die Hotels bzw. Casinos waren alle so luxuriös und prunkvoll, es gab unglaublich viel zu sehen, an jeder Ecke eine neue Attraktion. Besonders fasziniert hat mich, dass quasi jedes Hotel ein bestimmtes Thema hatte und demnach auch gestaltet war, wie z.B. die Gondelfahrten im ‚The Venetian‘ Hotel oder aber das nachgebaute New York beim New York-New York Hotel. Ebenfalls ein absolutes Highlight dort waren die ‚Bellagio Fountains‘ vor dem Bellagio Hotel. Alles in allem war Las Vegas viel edler und luxuriöser als ich es mir vorgestellt hatte. Zwar hat wirklich quasi alles geleuchtet, das Gesamtbild war aber definitiv nicht so schrill und nervig wie es mir einige bekannte vorher beschrieben hatten. Mehr als 2/3 Tage müsste ich allerdings auch nicht in der Stadt verbringen.

Tipp: Wer bei seiner Reise nach Las Vegas nicht gerade an das Wochenende gebunden ist, der sollte auf jeden Fall überlegen lieber in der Woche Zeit dort zu verbringen, da dann die Preise teilweise wirklich um das 3-fache runter gehen und man sich so eventuell auch für ein etwas besseres Hotel entscheiden kann. Für unsere Übernachtungen im Hardrock Hotel haben wir sogar weniger bezahlt als in dem ein oder anderen Motel, es lohnt sich also wirklich!

Unsere Unterkunft: das Hardrock Hotel and Casino | 2 Nächte

5. Station: Death Valley

In diesem verlassenenDSC04503 und ‚toten‘ Ort ist bei uns nicht gerade viel passiert. Eigentlich hatten wir geplant den Nationalpark zu besuchen, aufgrund von Übermüdung und den hohen Temperaturen haben wir uns dann aber doch dagegen entschieden und uns den Rest des Tages an den Pool gelegt um wieder ein wenig Energie zu tanken …^^.

Unsere Unterkunft: das Death Valley Inn & RV Park Motel | 1 Nacht

6. Station: Mammoth Lakes

Eine eigentlich ungeplante StatioDSC04533n in unserer Rundreise… Ursprünglich sollte es von Death Valley direkt nach Yosemite gehen, hier hatten wir uns jedoch etwas überschätzt, denn der Weg war um einiges länger als erwartet. Eine Alternative musste her und diese hieß in dem Fall ‚Mammoth Lakes‘, ein beliebtes Wintersport Gebiet in Kalifornien. Wie wir von der freundlichen Dame an der Rezeption in unserem Motel erfuhren, waren wir kein Einzelfall: Die Stadt soll wohl von vielen Reisenden als Übernachtungsort vor ihrem Ausflug nach Yosemite genutzt werden. Nachdem wir all unsere Lebensmittel vom Auto in unser Hotelzimmer befördert hatten (Bärenalarm!), machten wir uns auf den Weg in die Mammoth Mountains. Die Wanderung durch die Wälder tat nach Las Vegas wirklich ziemlich gut. Besonders schön waren hier die ‚Rainbow Falls‘, ein Wasserfall, auf dem je nach Lichteinfall ein Regenbogen schimmert. Ähnlich wie beim Grand Canyon fuhren auch dort Shuttle-Busse, um die Touristen zu den verschiedenen Orten in den Bergen zu befördern.

Unsere Unterkunft: das Travelodge Mammoth Lakes Motel | 1 Nacht

7. Station: Yosemite

Am nächsten Tag ging es schDSC04571on früh morgens weiter nach Yosemite, schon der Weg dorthin war sehr abenteuerlich. Man musste eigentlich so ziemlich jede Sekunde hoffen, dass sich keine Felsen lösen und auf das Auto fliegen, glücklicherweise ist auch nichts passiert. Je näher wir dem Park kamen, desto mehr Tiere sind uns auch über den Weg gelaufen, hauptsächlich waren es kleine Hörnchen die sich an so ziemlich jeder Ecke in den Gebüschen versteckt haben. Nachdem wir unser Auto abgestellt hatten, ging es auch schon direkt in den Bus für eine Tour durch den Yosemite National Park. Schon monatelang vor der Reise hatte ich die Yosemite Falls als Hintergrundbild auf meinem Macbook und auf einmal stand ich doch tatsächlich direkt vor ihnen. Es schien total irreal, die Felsen waren so riesengroß, genauso wie die vielen verschiedenen Bäume überall. Man muss einfach mal dort gewesen sein, die zahlreichen Eindrücke lassen sich mit der Kamera nicht annähend einfangen.

8. Station: Oakland → San Francisco → Berkeley

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Da wir uns einen Tag San Francisco anschauen und am nächsten Tag die UC Berkeley besichtigen wollten, beschlossenen wir, uns eine Unterkunft in der Mitte zu suchen also in Oakland. Zumal ein Zimmer dort natürlich wesentlich günstiger ist als in San Francisco.

Als wir nach einem viel zu langen Stau auf der Oakland Bay Bridge, endlich ein Parkhaus gefunden hatten, konnte unsere Tour durch San Francisco auch losgehen. Glücklicherweise hatte uns die nette Dame im Parkhaus einige Tipps gegeben, wie wir unsere 1-Tages-Tour, zu Fuß durch die Stadt am besten gestalten sollten. Zuerst ging es für uns zum  ‚Coit Tower‘, ein eirklich genialer Aussichtspunkt: die Golden Gate Bridge, Alcatraz Island und Treasure Island können von hier aus gesichtet werden. Weiter ging es nun durch den wunderschönen Stadtteil ‚North Beach‘ zum berühmten ‚Pier 39‘, ein schöner Touri-Ort^^. Natürlich wollten wir an dem Tag auch noch irgendwie zur Golden Gate Bridge kommen, da dies mit dem Auto jedoch für diesen Tag ein wenig zu zeitaufwändig geworden wäre, haben wir uns für eine 90-minütige Bootstour entlang des San Francisco Bay entschieden. Diese hat uns unter die Golden Gate Bridge, unter die San Francisco Oakland Bay Bridge und zur Insel Alcatraz geführt, außerdem hatte man vom Wasser aus einen wunderbaren Blick auf die faszinierende Architektur der Stadt. Vom Fishermans Wharf aus wurden sämtliche dieser Touren angeboten, ich persönlich kann sie nur jedem empfehlen, der nicht seekrank ist, der Wellengang sollte hier nämlich wirklich nicht unterschätzt werden! Nach einem sättigenden Mittagessen (für mich wie üblich bei In-N-Out, für meine Mutter bei einer Fischbude am Hafen) ging es ein paar Meter weiter zur Jefferson & Taylor Cable Car Station. Nach langem Warten standen schließlich auch wir in einem völlig überfüllten Cable Car auf dem Weg nach China Town, einfach einmalig die Fahrt durch diese unglaublich steilen Straßen. Nach einem ausgedehnten Spaziergang von Chinatown bis schließlich wieder zu unserem Parkhaus, ging es mit dem Auto nochmal nach Haight-Ashbury, das bekannte Hippie-Viertel von San Francisco. Die Leute dort waren wirklich crazy drauf, irgendwie ganz anders und viel individueller als im Hafenviertel, auch der Kleidungsstil einiger Passanten war noch ein wenig im Hippie-Stil. Eigentlich genau so wie ich es von der Stadt erwartet habe.

Am folgenden Tag ging es für uns mit Gepäck im Auto nach Berkeley. Die Universität dort ist einfach ein Traum! Eine riesengroße Grünfläche und die klassischen, historischen Gebäude verteilen sich hier auf insgesamt 5 km². Es herrscht einfach eine unglaublich ruhige und angenehme Atmosphäre dort. Nach der Besichtigung kam ich immer noch nicht aus dem Staunen raus, so mussten direkt mal einige ‚UC Berkeley‘-Kleidungsstücke aus einem der zahlreichen Souvenirläden, gegenüber von der Uni, mit. Viel mehr als den Campus haben wir in Berkeley auch eigentlich garnicht gesehen. Der riesige Starbucks direkt gegenüber von der Uni war bis obenhin voll mit, auf ihr Macbook starrenden, Studenten und das Viertel drumherum, Downtown, war nicht gerade das beste.

Unsere Unterkunft: das Piedmont Place Motel | 2 Nächte

 9. Station: Monterey

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Weiter ging es nun auf den berühmten Highway 1 in Richtung Monterey. Nachdem wir uns im Motel von der Fahrt etwas frisch gemacht hatten, sind wir auch schon zum Hafen gefahren. Dort haben wir uns ein wenig auf dem Pier umgesehen und einen tollen Candy Shop namens ‚Carousel Candy‘ entdeckt. Der Laden ist von außen knallpink und somit nicht zu übersehen. Sehr liebevoll eingerichtet, mit jeglichen Süßigkeiten also alles was das Herz begehrt^^. Anschließend sind wir noch etwas in der Stadt rumgelaufen und auf eine Straße mit einigen Marktständen gestoßen, dort herrschte irgenwie ein leicht südeuropäisches Flair, gerade auch aufgrund der zahlreichen, kleinen und individuellen Cafés. Zum Dinner ging es abends zu Denny’s, ein typisch amerikanisch eingerichtetes Diner, welches sich direkt gegenüber von unserem Motel befand. Das Essen dort war nicht überragend aber ganz ok.

Unsere Unterkunft: das Candle Bay Inn Motel | 1 Nacht

 10. Station: Pismo Beach

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Nachdem wir nun eine weite Strecke auf dem Highway 1 zurückgelegt hatten waren wir auch endlich in Pismo Beach angekommen. Hier hatten wir einen sehr entspannten Aufenthalt. Unser Motel war nur ein paar Meter vom Strand entfernt, an dem wir dann auch den Rest des Tages verbracht haben. Auf unserem Rückweg über den Pier haben wir sogar von weitem noch einen Wal bzw. seine Wasserfontäne gesehen. Ein tolles Erlebnis! Zum Dinner ging es später ins ‚Shell Beach Brew House‘, welches sich direkt neben dem Motel befindet. Zum Abschluss des Tages hatten wir uns noch dazu entschieden, den Sonnenuntergang von einer Bucht aus zu betrachten, einfach wunderschön. Ich persönlich kann Pismo Beach nur jedem empfehlen, der auf seiner Highway 1 Tour einen Zwischenstopp einplant.

Unsere Unterkunft: das The Palomar Inn Motel | 1 Nacht

 11. Station: Los Angeles → Way back Home

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Das zweite Mal in L.A. und ich hatte mich schon die ganze Reise über gefreut, bald wieder dort zu sein. Die Stadt hat mich einfach gepackt! In diesen 5 Tagen ging es für uns nochmal nach Hollywood, Santa Monica, Beverly Hills, Manhattan Beach, Redondo Beach und nach Malibu. In dieser Zeit haben wir noch das ein oder andere Mitbringsel für Familie und Freunde besorgt und somit auch relativ viel Zeit in verschiedenen Malls verbracht, da es blöderweise sowieso an zwei Tagen geregnet hat. Wie bereits zu Beginn des Artikels erwähnt, informiert dieser Blogpost etwas ausführlicher über meine Lieblingsorte in Los Angeles.

Unseren letzten Tag haben wir dann in Manhattan Beach verbracht und mit einem super leckeren Abendessen bei Mama D’s ausklingen lassen. Da unser Flug um 4 Uhr morgens ging und es sich somit nicht gelohnt hat, für ca. 3 Stunden Schlaf noch ein Hotelzimmer zu buchen, hatten wir uns dazu entschieden die Nacht im Flughafen zu verbringen. Unser Rückflug war zweigeteilt, zuerst ging es für uns mit United nach New York. Bei dieser Airline war der Service wirklich unglaublich schlecht: man bekam nur ein einziges Getränk und auch das Essen war nicht im Preis enthalten sondern konnte völlig überteuert dazu bestellt werden. Von New York nach Düsseldorf sind wir glücklicherweise wieder mit der Lufthansa geflogen. Wir hatten weder irgendwelche Probleme mit unseren Koffern noch mit dem Zoll also was die Flüge angeht hatten wir wirklich Glück, da alles völlig reibungslos verlaufen ist.

Unsere Unterkunft: das Parlour Motel | 4 Nächte

Fazit

Ich persönlich bin völlig begeistert von den USA. Vor der Reise wollte ich wirklich schon lange unbedingt mal nach Amerika reisen und ich kann nur sagen, dass es mich ich jetzt nach unserer Reise nur noch mehr dorthin zieht und ich es kaum erwarten kann das nächste Mal in die Staaten zu fliegen. Meine Lieblingsstadt war definitiv Los Angeles wobei mich San Francisco auch wirklich beeindruckt hat, da dort irgendwie alles so geordnet scheint. Auch Las Vegas möchte ich unbedingt wiedersehen, allerdings denke ich, dass es wohl Sinn macht, wenn man mit mindestens 21 nochmal wiederkommt, da man so viel mehr dort erleben kann.

Tipps:

Wer auch eine Rundreise in Amerika plant, der sollte sich vorher informieren in welchem US-Bundesstaat die Mehrwertsteuer am niedrigsten ist. Wir zum Beispiel haben einige Lebensmittel oder Kosmetikprodukte die wir unbedingt nach Deutschland importieren wollten in Arizona bei Walmart gekauft, da es so wesentlich günstiger war als wenn wir die Sachen erst in L.A. gekauft hätten.

Mit unseren Unterkünften waren wir eigentlich fast immer zufrieden. Das Hardrock Hotel in Las Vegas war natürlich ein Highlight aber auch die ganzen Motels haben ihren Zweck erfüllt und waren wirklich nicht schlecht. Das letzte Motel in Los Angeles würde ich vielleicht nicht gerade weiterempfehlen, da es dort etwas sauberer hätte sein können. Da uns aufgefallen ist, dass Airbnb nicht gerade günstiger und zusätzlich viel komplizierter ist als einfach ein günstiges Motel bei Booking.com zu buchen, haben wir nach unserem ersten Aufenthalt bei Milly in Los Angeles auch nur noch über die Booking-App, Motels für den jeweils nächsten Tag gebucht.

Skigebiete Teil 2: Kitzbühel- Auf den berühmtesten Pisten der Welt

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Wahrscheinlich werdet ihr schon auf den Artikel über Ischgl gestoßen sein, den ich vor ein paar Wochen geschrieben habe. Hier kommt der zweite Teil der Reihe über tolle Skigebiete, die mehr zu bieten haben als die Piste hinunterzufahren: Kitzbühel. Der Ort im nordöstlichen Tirol in Österreich zieht jedes Jahr Tausende vom Wintersport begeisterte Menschen an und auch ich bin dieses Jahr die ein oder andere Piste in Kitzbühel hinunter gefahren.

Kein Schnee- kein Problem

Auf dem Weg dorthin frage ich mich, ob ich denn wohl Schnee sehen würde und ob die Pisten denn überhaupt befahrbar wären. Der Grund sind die grünen Wiesen, die links und rechts der Straße an den Bergen prangen. Angekommen, stelle ich fest, dass ich mir umsonst Sorgen gemacht habe. Viele Pisten werden mit Kunstschnee bedeckt, sodass der Tag doch ein voller Skierfolg werden kann. Hinzufügen muss ich an dieser Stelle, dass auch andere Skiorte kaum echten Schnee gesehen haben und dass das Wetter für diese Jahreszeit ungewöhnlich warm war und somit natürliche Schneepisten unmöglich macht.

Glücklicherweise trübt das den Spaß keineswegs. Wir fahren mit der Gondel hoch und schon geht das Skivergnügen los. Wer noch nicht sonderlich geübt ist, muss wissen, dass die erste Piste sofort einen etwas höheren Schwierigkeitsgrad als blau hat. Dementsprechend sollte man ein gewisses Niveau beim Ski- oder Snowboard fahren mitbringen.

Wunderbare Pisten und Panoramen

Kitzbühel bietet verschiedene Möglichkeiten an Pisten und Abfahrten. Trotzdem kann man sagen, dass es vielleicht weniger anfängerfreundlich ist als zum Beispiel das Skigebiet in Ischgl. Noch etwas unterscheidet die beiden Gebiete. Wie schon erwähnt ist Ischgl ein eher rundes Skigebiet, während Kitzbühel sich lang erstreckt. Das ist jedoch nicht unbedingt ein Nachteil. So fährt man lange und sieht viele verschieden Strecken und Panoramen.

Eins der womöglich beeindruckendsten Panoramen erlebe ich in der Skihütte Panoramaalm. Als ich mich in den Wintergarten setze, eröffnet sich mir ein eindrucksvoller Blick in das Tal. Besonders wird dieser Blick durch es den steilen Abgang unterhalb der Alm. So entsteht bei mir das Gefühl des Freischwebens. Nachdem wir uns mit Schnitzel und Käsespätzle gestärkt haben, geht es wieder auf die Piste, denn ich möchte jede Sekunde ausnutzen. Die teilweise grünen Flecken der Wiesen tun dem Vergnügen überhaupt keinen Abbruch.

Die weltbekannteste Abfahrt

Wer Skifahren über alles liebt, überlegt sich vielleicht auch zu einer Zeit zu fahren, wenn das weltberühmte Skirennen auf der „Streif“ stattfindet. Die Streif ist das spektakulärste Abfahrtsrennen auf der Welt, bei dem sich jedes Jahr im Januar die besten Skifahrer messen. Wer selbst die Piste hinunterfahren möchte, sollte sich ein anderes Datum für den Skiurlaub aussuchen. Den Rest des Jahres ist die Abfahrt nämlich für jedermann öffentlich zugänglich.

Das 700 Jahre alte Dorf an sich verbindet Altes und Modernes. Auf der einen Seite bietet die Altstadt eine romantisch Kulisse mit gemütlichen Cafes und traditionellen Restaurants. Auf der anderen Seite findet man auch das schnelllebige Jet Set Leben und kann Après-Ski und Partys in den modernen Bars erleben. Nicht nur Kitzbühel ist ein beliebter Ort zum Urlaubmachen und Übernachten. Viele genießen ihre Ferien unter anderem in den Nachbardörfern Reith, Aurach oder Jochberg.

Obwohl ich nur einen Tag in Kitzbühel verbracht habe und längst noch nicht alles gesehen habe, war ich beeindruckt von den verschiedenen Pisten und der Atmosphäre, die dort herrscht. Nicht umsonst ist das Skigebiet Kitzbühel 2013, 2014 und 2015 zum besten Skigebiet der Welt von der Skitesterseite ‚skiresort.de‘ gekürt worden.

Bildquelle: pixabayuser flugjoshi

Skigebiete Teil 1: Ischgl – das Winterwonderland

Nachdem wir in diesem Jahr leider auf weiße Weihnacht verzichten mussten, war meine Vorfreude in den Skiurlaub nach Ischgl zu fahren umso größer. Pünktlich in der Woche bevor wir gebucht hatten, meldete der Wetterdienst, dass es Schnee gegeben hätte und Ischgl in ein Winterwonderland verwandelt worden wäre. Davon konnten wir uns kurze Zeit später selbst überzeugen. Obwohl wir in der Dunkelheit ankamen, konnte man die imposanten Berge unter den Schneemassen gut erahnen.

Im Paradies angekommen

Ischgl ist eine Gemeinde in Österreich und bietet ca 10.600 Urlaubern ein Bett. Dieses Angebot wird Jahr für Jahr sehr gut genutzt, denn fast immer ist Ischgl in der Hochsaison ausgebucht. Wer kurzfristig noch verzweifelt ein Dach über dem Kopf sucht, kann auch in einem der Nachbarorte, wie zum Beispiel Galtür, ein Hotel oder eine Pension buchen. Das haben wir auch getan und waren von der Variante begeistert. Nicht nur unser Hotel war klasse, auch der Taxiservice erleichterte unsere Fahrt mit den Skiern hin zum Skigebiet und wieder zurück.

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Einmal am Skilift angekommen, steigen Aufregung und Freude ins Unendliche. Unsere Bedenken, stundenlang an der Gondel anstehen zu müssen, erwiesen sich als unbegründet. Dank modernster Ausstattung und guter Leitung, saßen wir nach wenigen Minuten in der Silvrettabahn mit Niederländern, Engländern und Russen auf dem Weg ins Vergnügen. Oben angekommen hatte man mehrere Möglichkeiten. Je nachdem ob man mit einer etwas leichteren Piste beginnen möchte oder direkt die „roten“ testen will kann man von der Gondelstation aus zu verschiedenen Liften fahren, die dann zur entsprechenden Piste geleiten. Verschiedene schwarze Pisten (mit Buckeln) und ein Funpark lassen die Herzen der etwas geübteren Skifahrer höher schlagen.

Die schönsten Seiten

Das ist einer der Vorteile an dem Skigebiet Ischgl. Im Gegensatz zu manch anderem Skigebiet, ist es nicht langgezogen, sondern eher „rund“, sodass jeder Fleck schnell und gut zu erreichen ist. Die 45 Lifte bringen einen überall hin, sogar in die Schweiz. Hier liegt unter anderem leicht versteckt die „Alp Bella“, eine der schönsten Almen, 20160109_114113da sie an einem Sonnenhang liegt und zu einer Rast geradezu einlädt. Doch nicht nur hier kann man eine Pause einlegen. Zahlreiche Almen und Restaurants bieten Erfrischungen, leckeres Essen und natürlich Schlager. Da konnten auch wir nicht still sitzen und mussten einfach mitsingen.

Ziemlich praktisch war, dass wir einige Ischglkenner in der Gruppe hatten, die genau wussten zu welcher Zeit sich welche Piste lohnt. So haben wir die Talabfahrt mit unglaublich wenigen menschlichen Hindernissen fahren können. Man muss hinzufügen, dass, obwohl die Hotels ausgebucht waren, es keineswegs störend voll auf den Pisten war. Wir konnten jede Abfahrt frei gestalten, was ein tolles Gefühl ist wenn ich an meine letzte Erfahrung in der Skihalle denke, bei der sich jeder über die Skier gefahren ist.

Besinnliches Dorf oder Ballermann für Winterurlauber?

Nach einem langen und gut genutzten Skitag, fuhren wir bis in die Stadt hinein (!!!) die Talabfahrt hinunter. Aus jeglicher Bar drang schon die Après- Ski Musik, für dessen Partys Ischgl weltberühmt ist. Unterschiedliche Bars und Discos laden bis in die Nacht ein zu feiern und zu tanzen. Vom Kuhstall, einer der bekanntesten Après- Ski Locations, bis hin zu Edelbars ist für jeden etwas dabei. Wir haben es nicht bis zum Ende gschafft, denn die Luft und die Bewegung des Tages machen ganz schön müde und am nächsten Tag geht es ja wieder auf die Piste.

Vor lauter Skifahren und Feiern ist jedoch nicht zu vergessen sich auch mal umzuschauen. Berge und  Panorama sind wirklich einzigartig und atemberaubend. Ob während des Liftfahrens, bei einem kleinen Umtrunk oder einer Schleichwegfahrt, lohnt sich ein Rundumblick und das Festhalten der Bilder. Denn wahrscheinlich dauert das Wiederkommen ein wenig. Und wiederkommen lohnt sich. Dieser Gedanke lässt den Abschied vom Winterwonderland auch bei uns nicht ganz so schwer erscheinen.

Eiffelturm Paris

Last Minute Reise nach Paris

Silvester steht vor der Tür und dann ist auch schon fast Valentinstag. Diese beiden Termine stehen immer in direkter Verbindung zu Paris, denn die Stadt der Liebe ist gerade an romantischen Feiertagen sehr beliebt. Ein Flug von Deutschland nach Paris dauert circa 90 Minuten. Die Stadt ist also nicht so weit von uns entfernt, also warum nicht den nächsten Romantik-Urlaub in Paris verbringen?

Last Minute Flug nach Paris buchen

Wenn wir an einen Flug nach Paris denken, dann denken wir natürlich auch direkt an die Fluggesellschaft Air France und damit auch an die richtige Adresse für unsere Flugbuchung. Auf www.airfrance.de können Sie einen Flug nach Paris zu einem Bestpreis buchen und dies nicht nur Last Minute, sondern auch bei Reisen in ferner Zukunft. Neben einer gut strukturierten und benutzerfreundlichen Suche finden Sie dort auch weitere Informationen zu dem Zielort Paris.

Von Hauptstadt zu Hauptstadt

Die Überschrift hätte auch „Von Trendmetropole zu Trendmetropole“ lauten können, denn es gibt noch bis zum Sommer unschlagbare Direktflüge von Berlin nach Paris für unter 50 €. Schauen Sie sich die Flüge Berlin Paris mit Airfrance an und finden Sie ihren perfekten Abreisetag. Schauen Sie sich als trendiger Berlin die modebewussten Pariser an und bringen einige Trends von Frankreich nach Deutschland.

Sehenswürdigkeiten in Paris

Louvre Paris

Das Museum Louvre in Paris

Paris ist mehr als der Eifelturm oder das Louvre mit seiner Mona Lisa. Paris ist eine Stadt mit Geschichte und mit zahlreichen Kunstwerken und Bauwerken, die in den verschiedensten Epochen der Zeitgeschichte entstanden sind. Wir von „Um den Globus“ waren in diesem Jahr bereits in Paris und dies können Sie hier nachlesen. Damals hatte unser Autor Steffen nur einen Tag für Paris und berichtet in dem Artikel über seine Erlebnisse. Ich nehme das Fazit an dieser Stelle auf und empfehle einen mehrtägigen Aufenthalt.

Um in das Leben von Paris einzutauchen sollten sich Touristen mal ohne Stadtplan bewegen uns sich von der Schönheit und Vielfalt der Stadt leiten lassen. Es gibt viele Urlauber, die gerne abseits der Touri-Touren gucken wollen.

Urlaubsführer 2.0

sunset-981899_1280Die großen Reisen und Urlaube im Leben gehören oft zu den schönsten und entspannensten Momenten des Lebens. Den Kopf komplett frei kriegen und sich voll und ganz auf die Erkundung neuer Orte einlassen, vielmehr kann man sich garnicht wünschen. Der einzige Nachteil liegt schlussendlich darin, das es nach einem großen Urlaub meißt finanziell und zeittechnisch eine gefühlte Ewigkeit bis zur nächsten weiten Reise dauert. Deshalb haben wir uns entschlossen diese Lücke im kommenden Frühling mit einer „kleinen“ Entspannungspause zu füllen.

Deutschlands Facetten

Am naheligensten ist für einen Kurzurlaub im kleinen finanziellen Rahmen natürlich zunächst sich im eigenen Vaterland umzuschauen. Deutschland punktet mit vielen schönen Gegenden, von den Alpen über Seenplatten, riesige Waldlandschaften und verträumte Städte bis hin zu den nördlicheren Ausläufern der Bundesrepublik: unseren Inseln.

Für genau so eine haben wir uns entschieden. Das schöne an unserer heutigen Zeit ist: man braucht nicht mehr erst mühsam einen Inselführer auftreiben um sich nach intensiver Recherche für einen Urlaubsort zu entscheiden, sondern kann via Internet schnell an ausreichend Informationen, Reiseberichte und stimmungschaffende Fotos gelangen.

Richtig suchen

So haben wir uns in eine ganz bestimmte Insel verguckt. Ohne bisher vor Ort gewesen zu sein lässt sich beispielsweise durch diesen Artikel mit Bildern zur ostfriesischen Insel Spiekeroog die Atmosphäre der Insel beinahe erfühlen. Um ein präzises Bild zu erlangen empfiehlt es sich neben der eigenen Website eines Urlaubsziels bei Google beispielsweise auch „Reiseberichte“ als Suchbegriff hinzuzufügen um verschiedenste Sichtweisen auf den Wunschort zu erlangen. Das die wenigsten Reiseberichte dabei negativ ausfallen dürften liegt schlicht und ergreifend daran, dass ein Urlaub meistens positive Erinnerungen mit sich bringt – trotzdem kann man an den Beschreibungen gut erkennen, ob das Reiseziel zum Suchenden passt.

Bei der Auswahl eines geeigneten unabhängigen Reiseblogs gibt es auch Hilfestellung. Von Bloggern erstellte Rankings bewerten  nach verschiedensten Kriterien die besten Travel Blogs. Teilweise kann man sich hier gänzlich neue Inspirationen zu weit entfernten Zielen einholen oder auch in der „näheren“ Umgebung auf besondere Spezialitäten aufmerksam werden.

Bildquelle: pixabayuser EBC73

Das Schloss von Sissi | Achilleion auf Korfu

Am Sonntagabend wurde der Akku der Kamera an die Ladestation gehängt, genauso wie das Mobiltelefon. Gebranntes Kind scheut das Feuer. Im letzten Jahr haben wir das Mobiltelefon als Navigationsgerät benutzt und zwischen Florenz und einem Ort, dessen Namen ich nicht mehr kenne, ging der Akku zur Neige. Zum Glück hatte ich das Aufladekabel dabei. Wir gingen in eine Taverne und bestellten uns einen Cappuccino verbunden mit der Frage, ob ich das Telefon dort aufladen könnte. Der Cappuccino kam und schmeckte nach Spülwasser. Gut, für den etwas anderen Geschmack bestellte ich noch einen Donut. Aber auch der schien die Zeit nur deshalb überlebt zu haben, weil er sich offensichtlich in einer Tiefkühltruhe befunden haben musste, denn im Inneren wimmelte es von Eiskristallen. Nach 30 Minuten bestellte ich mir noch einen Cappuccino, nach 45 Minuten war der Akku zu fünfzig Prozent geladen, das musste reichen, denn mein Magen fuhr zu dieser Zeit schon Achterbahn.

Alles das sollte uns heute nicht passieren. Das Frühstücksbuffet war gegen 07.00 Uhr schon vollständig aufgebaut, nur die Außenbereiche befanden sich noch im Stadium der Säuberung und konnten daher nicht aufgesucht werden. An diesem Morgen kam auch nur altbekanntes in den Magen, neben Kaffee und Orangensaft, Rührei mit Schinken und Wurst, Croissants mit Erdbeermarmelade; das kennt mein Magen nur zu gut. Dagegen hat er noch nie rebelliert.

Pünktlich um 8.10 Uhr hielt der Bus an der Rezeption, um uns abzuholen. Wir waren eine recht kleine Gruppe, ca. 16 Personen und danach war auch der Bus dimensioniert, ein kleiner, aber innen feiner Mercedes Reisebus. An vielen Straßenkreuzungen konnte man das Wort Achilleion schon lesen, bis der Busfahrer plötzlich vom Weg abbog und in eine andere Richtung fuhr. Was soll ich dazu sagen, wir bogen also vom richtigen Weg ab, der Bus quälte sich minutenlang einen kleinen Weg hinauf und nach gefühlten zehn Minuten hielt er vor einer anderen Hotelanlage an, um zwei Damen, die keinen Schritt schneller gingen, als sie den Bus sahen, ebenfalls abzuholen. Kennen Sie den Gesichtsausdruck? Haben wir ja gebucht, aber keine rechte Lust, ja dann wollen wir mal notgedrungen, die anderen warten schon. Am liebsten hätte ich jetzt ein Lasso genommen, die beiden Damen an die nächstgelegene Laterne angeseilt und ihnen nachgerufen –Jetzt braucht ihr auch nicht mehr mitzukommen, denn ihr seid ja gefesselt, das erleichtert die Entscheidung doch ungemein, oder?

Gegen 9.15 Uhr erreicht der Bus mit uns das angestrebte Ziel.

Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 8 Euro. Da steht es also in schmuckem Weiß; von unten betrachtet wirkt es nicht sehr groß. In nur 2 Jahren Bauzeit errichtet, von Sissi dreimal besucht, anschließend von Kaiser Wilhelm dem Zweiten gekauft, dann als Lazarett benutzt bis es zu einem Casino wurde. Dann kaufte es der griechische Staat, ließ es verwahrlosen und dann erst erkannte man den wahren Schatz, es wurde restauriert und zu einem Museum umgestaltet, auf dessen Parkplätzen sich die Pkw´s reihen und Busse Karawanen bilden, Tag für Tag. Vor dem Eingang rechts befindet sich eine große Statue von Sissi. Ich nehme wohl an lebensgroß.

Wenn man das Achilleion betritt, befindet man in einem großen und hohen Saal, der von einer großen Freitreppe beherrscht wird.

Die Decke ist sehr farbenfroh bemalt, hier ein Teil davon, der mir besonders gefiel.

Der Kaminuhr links mit Emaille Zifferblatt fehlen die Zeiger. Ist hier die Zeit stehen geblieben, oder vielleicht angehalten worden? Der erste Raum auf der rechten Seite ist eine Kapelle mit einem Marienbild, echt, unecht, Reproduktion kann ich selbst mit Kamerazoom nicht erkennen. Sie entsteigt dem Wasser und hat daher keine Beine, so erklärt es uns der Reiseführer, der krampfhaft versucht, die Gruppe beieinander zu halten. Sie heißt deshalb Maria del Mare.

Der zweite Raum, links der kleinen Kapelle ist Sissi gewidmet, eine Menge Portraits hängen dort von ihr an der Wand, eines als 17-jährige,

dann als, da muss ich raten als 25-28 jährige und eines mit  58 Jahren, das versicherte uns der Reiseleiter. Nach dem Tod ihres Sohnes trug sie nur noch schwarz.

Auch ist dort eine Kopie der Heiratsanzeige ausgehängt und ein Bild der Verhaftung ihres Mörders. Das Bild zeige ich nicht.

Der dritte Raum dieser unteren Etage steht ganz im Zeichen Wilhelm des Zweiten. Fahne, Nachbildung seines Schiffes und die Waschkrüge, die ihm zugeschrieben werden und allerlei anderer Utensilien.

Ein Engelsportrait in seiner Waschschüssel.

Aber wir sind ja eigentlich wegen Sissi hier. In der ersten Etage kann man den Kleiderschrank von Sissi bewundern

Natürlich auch ihr Bett, ich finde es recht schmucklos, außerdem fehlt am Fußende ein Teil

Repliken ihres Schmucks, die Originale befinden sich in einem Museum in Wien.

Auch eine schöne chinesische Bodenvase schmückt den Raum.

Und da ich ein Freund der Ansichten bin, die sich nicht alltäglich ergeben, fiel mit doch glatt der Hintern der Putte im alten Spiegel auf.

Der Garten ist wunderschön angelegt, sehr schattig, dort steht auch die aus Carrara-Marmor gehauene Badewanne von Sissi, so der Reiseleiter.

Griechische Gottheiten, zu Statuen umgearbeitet, befinden sich in braver Reihenfolge im Innenhof. Selbst die Musen und Lea mit dem Schwan dürfen nicht fehlen. Da dem Schwan der Schnabel fehlt, habe ich diese Ansicht gewählt.

Zwei Olympioniken säumen die Treppe, davon nur einer im Bild.

Das absolute Highlight des Gartens ist zweifelsohne der von Schmerz geplagte Achilles, dem Lieblingsgott von Sissi und gleichzeitig Namensgeber für das Achilleion (eine Schreibweise ohne –  i – ist auch möglich. Mit schmerzerfülltem Gesicht versucht er sich den Pfeil aus der Ferse herauszuziehen. Bei näherer Betrachtung erscheint mir der Pfeil allerdings ein wenig zu kurz zu sein.  Ist er etwa abgebrochen?

Die Statue ist das Werk des deutschen Bildhauers Ernst Gustav Herter.

Hier noch einmal eine Ansicht vom Schloss aus auf das Wasser.

Ich bin der Überzeugung, dass der Besuch des Achilleion, wenn man mal auf Korfu Urlaub macht, ein echtes Muss ist.

Auch diese Wandmalerei kann entzücken, oder?

Na gut, die Souvenirläden in der näheren Umgebung vermarkten das Thema Sissi aufs Gewaltigste. Da trifft Kitsch auf Geschmacklosigkeit. Aber das ist doch überall so, seien wir doch ehrlich, den Papst gibt es ja auch schon winkend und solarbetrieben.

Sehenswürdigkeiten auf Korfu | Reise-Tagebuch

Aufstehen, Duschen, Morgentoilette, Frühstück, Liegestühle besetzen, Schirm hochkurbeln, Liegestuhl nach der Sonne ausrichten, Schirm nach der Sonne ausrichten, das Ganze wiederholen mehrmals, Cola trinken, Sonnen, Cappuccino trinken, umziehen, Mittagessen, danach wieder eincremen, sonnen, schwitzen, Duschen, 16.45 Uhr. Das Highlight des Tages naht. Besuch einer Kapelle auf einem Berg. Natürlich mit der Seilbahn zum Strand. IMG-20150817-WA0007Wir wohnen etwa noch vierzig Meter höher. Eine kleine Gruppe von ca. 16 Personen beginnt den Aufstieg über einen holprigen Weg, kleine stetige Steigung, an einigen Kurven ein atemberaubender Ausblick auf das stahlblaue Meer. Wir erreichen mit unserem Hotelscout die kleine Kapelle. Niemand weiß, so wird uns versichert, wann sie erbaut wurde, von wem und auch nicht womit genau, obwohl im Mörtel Dachpfannen einer danebenbefindlichen Ruine direkt ins Auge fallen. Durch eine vergitterte, und nur mit einem großen Stein gesicherte Tür, gelange ich ins Innere der Kapelle. Ein weißer billiger Plastikstuhl nebst Tisch sind im Innenraum zuerst zu bestaunen und die hölzerne Decke, lindgrün bemalt mit goldenen Sternen weist große Lücken auf. Was sich als Fotomotiv lohnt sind die Malereien der zwölf Jünger. Bild 2 Tür zu, wieder mit dem Stein versperrt, Abstieg, Seilbahn, Duschen, Abendessen, Unterhaltungsprogramm, Nachtruhe.

Genau für solche Tage, an denen eigentlich  überhaupt nichts passiert, habe ich ein absolutes Highlight im Angebot.

Der Besuch des Banknotenmuseums der Ionischen Bank in Korfu Stadt, Montag und Dienstag geschlossen, zwischen 09.00 und 14.00 Uhr ist es an allen anderen Tagen geöffnet, auch noch zu anderen Zeiten, aber in der von mir genannten Zeitspanne ist es auf jeden Fall offen. Das Museum befindet sich in der jetzigen Filiale der Alpha Bank. IMG-20150817-WA0008 IMG-20150817-WA0009

Das Gebäude wurde nach altem Vorbild komplett renoviert und restauriert. Hier an diesem Ort befand sich die erste Filiale der ionischen Bank auf Korfu. Vorbei an einem frischpolierten Messingschild erreicht man das Museum in der ersten Etage. Eine freundliche alte Dame fragte mich nach meiner Nationalität und händigte mir einen Katalog aus. -Eintrittspreis?-, was kostet das, kein Preisschild zu erkennen. In gutem Englisch erklärte sie mir, dass das Museum über drei Säle verfügt und alle jemals gedruckten Geldscheine Griechenlands hier ausgestellt seien, auch die aus der Besatzungszeit durch Italiener, Deutsche, Engländer und Bulgaren. – Ja-, antwortete sie mir. –Gerne dürfen sie hier fotografieren, aber bitte nicht mit Blitzlicht.

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Das erste und älteste Exponat ist eine Groschenanleihe vom 18.01.1822.

1831 änderte Griechenland seine Währung und nannte sie Phönixe. Erst mit der Gründung des griechischen Königreichs wurde die Drachme als Währungseinheit eingeführt. Im Saal 2 sind Banknoten und Entwürfe der Nationalbank (Ethniki Trapeza), 1901-1928 ausgestellt. Ab 1928 geht das Monopol für die Ausgabe und Regelung an die Bank von Griechenland über. Der Saal 3 umfasst zwei Abteilungen, zum einen die Banknoten Griechenlands von 1928 bis 2002 (Euroeinführung), zum anderen die Banknoten der Besatzungszeit. 

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IMG-20150817-WA0014Der Saal 4 war für mich der Interessanteste. Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, die Druckplatten neben den Geldscheinen zu bewundern, die sie gedruckt haben, oder ungeschnittene Geldscheinbögen. 

Wer sich für die Geschichte des griechischen Geldes interessiert, ist hier genau richtig, auch die, die sich in griechischer Mythologie auskennen und die, die Philosophen mit Namen versehen können, denn an Vielfalt der Darstellungen von Gottheiten,  Philosophen und Sagenhelden mangelt es auf griechischen Geldscheinen wirklich nicht.

Am Ausgang der Ausstellung befindet sich eine Vitrine, und wie die Dame mir hoch und heilig versprach, befinden sich in ihr alle letzten Ländergeldscheine aller Eurostaaten, bevor der Euro eingeführt wurde. Ich habe es ihr geglaubt, nicht nur, weil ich in der letzten Reihe Geldscheine einen Tausend D-Mark Schein sah.

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Morgen geht es zu Sissis Schloss Achilleion, mein persönliches Highlight dieser Reise. Dieses Schloss gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Korfu. Bis Morgen dann…